Aktuelles

24.05.2018

#CDU im Dialog: Bildung – Jetzt mal Tacheles

Der CDU-Stadtverband hatte am Donnerstag, den 24. Mai 2018 zum Dialog: Bildung - Jetzt mal Tacheles mit dem Sächsischen Staatsminister für Kultus Christian Piewarz (MdL) als Gesprächspartner eingeladen.

In der Diskussion: Staatsminister Christian Piewarz (MdL) und Jörg Kiesewetter (MdL) als Moderator.

In einer mehr als zweistündigen Veranstaltung erläuterte der Staatsminister das Handlungsprogramm und stellte sich in der anschließend intensiven und lebhaften Diskussion den Fragen der über 30 Anwesenden, darunter zahlreichen Pädagogen.

In seinem Einführungsbeitrag stellte der Vorsitzende des CDU-Stadtverbands Jörg Kiesewetter (MdL) heraus, dass Sachsen über ein im bundesweiten Vergleich über ein erfolgreiches Bildungssystem verfügt. Ziel muss sein, diese Spitzenposition beizubehalten. „Für uns als CDU ist die nachhaltige Sicherung der Bildungsqualität ein dringendes Anliegen,“ führte Jörg Kiesewetter aus.

Zur Lösung der aktuellen Herausforderungen wurde die Staatsregierung noch im Dezember 2017 beauftragt, ein Handlungsprogramm zu erarbeiten. Dieses liegt seit März vor und wird seither intensiv diskutiert.

Der Kultusminister stieg bei seinen Ausführungen beim Lehrermangel in Sachsen ein. Er schilderte die Dramatik der gegenwärtigen Situation, nach der nicht genügend Bewerber für den Lehrerberuf zu finden seien. Dies führe dazu, dass teilweise regional in Sachsen bis zu 80 Prozent der Einstellungen von Seiteneinsteigern gestellt werden. Die Fehler aus der Vergangenheit bedeuten, dass jährlich ca. 1.600 bis 1.800 Lehrer neu eingestellt werden müssen.

Zwischen den Bundesländern ist ein starker Wettbewerbsdruck in der Werbung um neue Lehrer entstanden. Und es habe sich als Standortnachteil herausgestellt, dass sich Sachsen in der Vergangenheit entschieden habe, Lehrer nicht zu verbeamten.

Im erarbeiteten Handlungsprogramm werden als Maßnahmen unter anderem die Übernahme von neueingestellten Lehrern ins Beamtenverhältnis, die Gleichstellung der in der ehemaligen DDR ausgebildeten Grundschullehrer, die Werbung von Lehrern in anderen Bundesländern und Verbesserungen in den Aufstiegsmöglichkeiten sowie die Gewährung von Leistungsprämien genannt.

Als ganz wichtig bezeichnete Christian Piewarz, das Maßnahmenpaket schnell zum anvisierten Starttermin 1. Januar 2019 umzusetzen. „Ich sehe die Maßnahmen als strukturell wichtig für die nächsten fünf Jahre“, unterstrich Piewarz deutlich.

Der anschließenden Diskussion wurde genügend Zeit eingeräumt. Auf die Frage nach dem Verhältnis zwischen dem Lehrerbedarf und den Studienkapazitäten führte der Staatsminister aus, dass bereits in den Jahren 2011 und 2012 begonnen wurde, zusätzliche Studienplätze für die Lehrerausbildung zu schaffen sowie Zielvereinbarungen mit den Universitäten abzuschließen, um bedarfsgerecht in benötigten Fächerkombinationen auszubilden.

Neben den Berichten zu konkreten Auswirkungen des Lehrermangels sowie von sehr engen Handlungsspielräumen bei der Einstellung von Lehrern und der Anerkennung von Abschlüssen wurde auch der bauliche Zustand von Schulgebäuden angesprochen. Hierbei konnte der Staatsminister darauf verweisen, dass vom Kultus darauf geachtet werde, dass die anteiligen Landesmittel zu Finanzierung von Schulsanierungen bereitgestellt werden. Ohne die geschilderten Zustände von der Hand zu weisen oder gar kleinreden zu wollen, so der Staatsminister, müsse aber auf die Verantwortlichkeit geblickt werden. Die Verantwortung für derart geschilderte Zustände der Schulen liege allerdings in diesem Fall beim kommunalen Schulträger.

Zu diesem Punkt wurde die Diskussion ausgeweitet mit dem Verweis auf die in Delitzsch seit längerem schrittweise vorgenommenen Sanierung der Grundschulen und nunmehr der Oberschule Nord. Danach ist die Delitzscher Artur-Becker-Oberschule zur Sanierung vorgesehen. Ebenso betrifft dies die Gymnasien, welche vom Schulträger ebenfalls in guten Zustand versetzt wurden.


Zum Dank und zur Erinnerung an Delitzsch erhielt der Staatsminister Delitzscher Schokolade und den in Bekanntheit und Beliebtheit zulegenden Kräuterlikör "Naumanns Bitter".

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Dazu ein Auszug aus dem Wahlprogramm der CDU zur Stadtratswahl 2014:
 
Zur Schaffung optimaler Bedingungen für alle Kinder und Jugendlichen fordert und unterstützt die CDU Delitzsch eine zukunftsorientiere und bedarfsgerechte Kita-, Schul- und Hortplanung. Neben den bereits beschlossenen Maßnahmen zum Ausbau von Bildungseinrichtungen setzen wir uns für die weitere Verbesserung der Bildungseinrichtungen in unserer Stadt ein.